Videonachfahrsystem
Geschwindigkeitsmessung durch Nachfahren mit Polizeifahrzeug
Videonachfahrsystem
Das Videonachfahrsystem ist ein modernes Verfahren zur Geschwindigkeitsmessung im Straßenverkehr. Es ermöglicht der Polizei, Fahrzeuge durch Nachfahren mit einem Polizeifahrzeug zu überwachen, während gleichzeitig ein konstanter Abstand zum zu kontrollierenden Fahrzeug gehalten wird. Diese Methode wird insbesondere dann eingesetzt, wenn andere Messverfahren, wie stationäre Blitzer, nicht anwendbar sind.
Bei der Anwendung des Videonachfahrsystems wird die Geschwindigkeit des Fahrzeugs mithilfe einer Videoaufzeichnung dokumentiert. Die Messung erfolgt durch die Berechnung der zurückgelegten Strecke innerhalb eines bestimmten Zeitraums, wobei der Abstand zwischen dem Polizeifahrzeug und dem zu messenden Fahrzeug konstant bleibt. Dies gewährleistet eine hohe Genauigkeit und Nachvollziehbarkeit der Messung.
Rechtsgrundlage: Die Verwendung des Videonachfahrsystems ist in den technischen Richtlinien der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) festgelegt, insbesondere unter PTB-A 6.11.
Anwendungsfälle: Diese Methode wird häufig in Gebieten eingesetzt, in denen Geschwindigkeitsüberschreitungen ein besonderes Sicherheitsrisiko darstellen, wie beispielsweise in Wohngebieten oder Schulzonen.
Durch die Videoaufzeichnung wird sichergestellt, dass die Messung transparent und rechtssicher dokumentiert ist. Dies ist besonders wichtig, da bei einer eventuellen Anfechtung der Messung die Beweislage klar nachvollziehbar ist. Das Videonachfahrsystem stellt somit eine effektive Maßnahme zur Geschwindigkeitsüberwachung dar und trägt zur Erhöhung der Verkehrssicherheit bei.